…ist ein verschenkter Tag

Kennst Du das Gefühl, Du stehst morgens auf und hast schon schlechte Laune? Wahrscheinlich hast Du nicht gut geschlafen oder auch schlecht geträumt? Dieses Gefühl zieht sich durch den ganzen Tag, irgendwie kannst Du Dich nicht selbst aus dem Stimmungstief herausziehen. Abends geht es dann erschöpft auf das Sofa, die Zeit wird mit stumpfsinnigem Fernsehen verbracht und immer noch ist man unzufrieden mit sich selbst. Ich möchte Dir hier verrraten, wie ich mich an solchen Tagen aus einem Stimmungstief herausziehen kann.

Die ganze Woche war ich schon schlecht gelaunt. Unzufrieden mit mir selbst und absolut missmutig. Hätte ich es nicht besser gewusst, würde meine Diagnose lauten: „extremer Vitamin D Mangel, Herbstdepression und wenig Selbstwertgefühl“. Aber dann wurde mir etwas bewusst:

Die Kinder haben die ersten Herbsttage genutzt, um sich mit Norovirus und Infekten anzustecken und ihre Viren unweigerlich an uns weitergegeben. So war ich krankheitsbedingt nicht in der Lage Meditation, Asanas oder Pranayama zu tätigen und konnte nur sehr unregelmäßig Yoga praktizieren. Ich wusste schon immer, das Yoga ganzheitlich auf Körper, Geist und Seele wirkt, aber war doch überrascht, wie deutlich ich den Unterschied in mir selbst wahrnehme, wenn ich nicht praktiziere.

Widme all Deine Leidenschaft (Bhakti)

„Du trägst alles in Dir um glücklich zu sein“ macht absolut Sinn und mir wird immer bewusster, dass Zufriedenheit und Glück nicht von außen entstehen können, sondern nur in uns selbst. Seitdem ich täglich Yoga praktiziere, fühle ich mich wie eine 16 Jährige. Ich empfinde wieder soviel Freude und Leidenschaft in meinem Leben. Yogallehrer und Yogaleherinen empfehlen dieses erwachte Feuer in Bhakti zu investieren. Bhakti ist die Liebe, die Hingabe und die tiefe Verbundenheit zu Gott bzw. dem göttlichen in Dir. Als Mutter bin ich nun häufig zerrissen, zwischen Familie und meiner beruflichen Leidenschaft. Zwischen erfolgreich sein, etwas Bleibendes zu Erschaffen und meinen Lieben. Aber ich habe gelernt, das Bhakti auch die Hingabe und bedingungslose Liebe für meine Familie bedeutet. Es gibt nichts wundervolleres, als Bhakti täglich in meiner kleinen Familie zu  Leben. Auch mein Tag hat nur 24 Stunden und mein Tempo Dinge zu verwirklichen, ist ein anderes, als ohne Kinder. Ich kann nur kleine Schritte machen, aber auch das ist ein Prozess, den ich zulassen musste.

Meine Morgenroutinen

  • Asanas
  • Pranayama
  • Meditation 
  • Meditationstagebuch

Grundsätzlich habe ich für mich festgestellt, das ich morgens am besten Yoga praktizieren kann. Für meine innere Balance und Ausgeglichenheit ist meine Nacht in der Regel um 5.00h zu Ende und ich habe dann noch 1 1/2 Stunden Zeit für Asanas, Meditation und Pranayama, bevor das erste Kind seine Augen aufschlägt. Auf diese Art und Weise starte ich meinem Tag mit einer ganz anderen Energie und brauche mir über den Tag keine Gedanken mehr machen, wann ich Zeit für mich selbst habe. Nach der abschließenden Morgen-Meditation nutze ich gerne eine Meditationstagebuch. In diesem notiere ich mir täglich Datum, Uhrzeit, Meditationslänge, störende Faktoren und aufkommende Gedanken. Es hilft mir, Fortschritte und Veränderungen zu dokumentieren und mich achtsam mit mir selbst auseinander zusetzten. 

Abends zu praktizieren ist häufig schwierig für mich. Die Kinder haben ab 17h häufig ein Böckchen,…und so bin ich ab 20h meistens einfach nur noch fix und fertig. Wie gerne möchte ich Abends gute Bücher lesen, etwas für mich lernen und für mich tun. Aber mein Kopf ist da leider meist schon auf Durchzug programmiert. Wenn ich dann noch Yoga machen würde, käme ich nicht vor Mitternacht ins Bett. Von daher ist es für mich perfekt, mir morgens Zeit für mich und meine Seele zu nehmen. Denn der Alltag ist mit zwei Kindern nicht immer einfach und durchaus fordernd, aber so bin ich wenigstens am frühen Morgen achtsam gewesen und habe mir Selbstliebe geschenkt.

Ich nehme mir bewusst die Zeit, um auf mich zu achten und in mein Herz zu spüren. Egal zu welcher Uhrzeit, übe wenn möglich täglich. Auch wenn es an manchen Tagen vielleicht nur 10 Minuten sind, es sind 10 Minuten nur für Dich ganz allein. Wichtig ist, lass Dich nicht entmutigen und bleib am Ball. Auch bei mir ist nicht jeder Tag ein guter Tag, aber durch Yoga kann jeder Tag besser werden.