Was ist ein Glaubenssatz

Seitdem ich mich mit der Persönlichkeitsentwicklung und Yoga beschäftige, stoße ich immer wieder auf das Wort Glaubenssatz.

Der Begriff „Glaubenssatz“ kommt aus dem Neuro-Linguistische Programmieren (NLP). „Glaubenssätze oder Überzeugungen sind die Lebensregeln, an denen wir uns orientieren. Sie können entwickelt werden über uns selbst, über Mitmenschen oder über die Welt. Es sind Verallgemeinerungen, die auf eigenen Erfahrungen oder den Erfahrungen und Meinungen anderer basieren.“

Meine Erkenntnis durch Yoga

Wenn ich mein wahres Selbst erkennen möchte und die beste Version meiner selbst werden möchte, muss ich mich mit meinen eigenen Glaubenssätzen beschäftigen. Lange Zeit, war mir nicht bewusst, das ich Überzeugungen in mir auflösen muss, um nach vorne zu schauen. Heute bin ich eines Besseren belehrt. Ich möchte Dir davon berichten, wie es mir dabei ergangen ist. 

Ich hatte vor einigen Wochen einen Termin bei meiner Heilpraktikerin, die sich u.a. damit beschäftig Glaubenssätze mit Hilfe von angewandter Kinesiologie aufzuspüren und diese dann aufzulösen. In der Kinesiologie, wird der sogenannte manuelle Muskeltest für eine Diagnose und eine nachfolgende Festlegung der Therapie angewandt. Bei dem Muskeltest berühren sich Daumen und Zeigefinger und es werden Entscheidungsfragen gestellt, die die Vergangenheit betreffen. Daumen und Zeigefinger lassen sich öffnen, wenn der Körper bzw. das Unterbewusstsein, die gestellte Frage mit JA beantworten kann oder die beiden Finger reagieren bei einem NEIN mit Muskelanspannung und lassen sich nicht öffnen. 

Eigentlich bin ich seit längerer Zeit mit mir im Reinen und war gespannt, welche Glaubenssätze zum Vorschein treten. Das Ergebnis war mehr als überraschend und ich habe auch ein paar Wochen benötigt, um diese für mich aufzulösen. 

1. Auf der Suche nach Liebe

Dazu musst Du von mir wissen, dass ich adoptiert bin. Ich komme aus Indonesien und habe die ersten 4 Monate in einem Kinderheim verbracht, bis ich an meine Eltern nach Deutschland weiter vermittelt wurde. Mit Hilfe der Kinesologie kam zu Vorschein, das ich als Baby sofort das Gefühl verspürt hatte, von der leiblichen Mutter verlassen worden zu sein. 

Ich wurde von meinen jetzigen Eltern mit Liebe überschüttet und mir hat es hier in Deutschland an nichts gefehlt. Aber mein Unterbewusstsein, hat abgespeichtert, das ich damals verlassen wurde, weil ich es nicht nicht wert war, geliebt zu werden. Genau das ist der Grund, warum ich seit dem ich denken kann, auf der Suche nach Liebe und Anerkennung bin und so stark an meiner Selbstliebe für mich arbeiten musste. Aber es gibt keinen Grund, mehr mich klein zu reden. Warum sollte ich das weiter tun? Auch ich bin es wert! Auch ich bin wertvoll!

2. Zugehörigkeit

Früher wurde ich häufig gefragt, wann meine Eltern mir erzählt haben, dass ich adoptiert bin? Meine Eltern konnten kein Geheimnis aus meiner Adoption machen, wer meine Eltern kennt, weiß dass wir uns überhaupt nicht ähnlich sehen, schon allein nicht wegen der Hautfarbe und Größe. Soweit ich denken kann, haben meine Eltern offen mit mir darüber geredet und ich war mir meinem Anderssein bewusst. Aber als Kind hatte ich immer das Bedürfnis zu einer Gruppe oder zu Freundinnen dazugehören zu wollen und jetzt weiß ich auch warum. Sicher, es ist ein Grundbedürfnis Zugehörigkeit zu empfinden, aber bei mir war dies immer schon sehr ausgeprägt. Heute weiß ich, dass ich nicht mehr jedem gefallen möchte, sondern nur noch mir selbst gefallen muss. 

3. Loslassen 

Zu guter letzt kam heraus, dass ich mir selbst für meine gemachten Fehler in der Vergangenheit vergeben muss. Nur wenn ich all das hinter mir lasse, kann ich mich erst wirklich auf meine Gegenwart und Zukunft konzentrieren. Es ist nicht hilfreich, diese Art von Gepäck sein Leben lang mit sich herum zu schleppen und Dinge zu bereuen. Fehlentscheidungen gehören zum Leben dazu. Jede Entscheidung hat mich aber zu der Person gemacht, die ich heute bin. Ich musste mir selbst vergeben, um daran zu wachsen. 

Ich glaube Einsicht ist der erste Schritt, um seine eigenen Glaubenssätze für sich aufzulösen. Das erkennen von Glaubensmustern und das bewusst machen, dass diese Gedanken nur in meinem eigenem Kopf statt finden und ich es jederzeit beeinflussen kann.

Extrem hilfreich ist es dabei für mich, regelmäßig aus meiner Komfortzone hinaus zu gehen und Yoga zu Praktizieren. Denn nur so habe ich die Möglichkeit über mich hinauszuwachsen. Ich kann so neue Erfahrungen machen, die meine zukünftigen Gedanken und Handlungen beeinflussen.

Ich hoffe ich konnte Dir mit diesem Beitrag dabei helfen, Deine eigenen Glaubenssätze zu hinterfragen und diese für Dich aufzuarbeiten?!