Stille in mir

„Sei Du selbst die Veränderung, die Du dir für diese Welt wünschst“ sagte einmal Mahatma Gandhi.

Es steckt soviel Wahrheit in diesen Worten. Ich hatte mich damals selbst irgendwo verloren. Zwischen meinem Alltag, meinen Erwartungen, war kein Raum mehr für meine eigenen Bedürfnisse und so funktionierte ich nur noch. Erfüllte meine Aufgaben und Pflichten gewissenhaft, aber wurde selbst immer unzufriedener. Da war diese Leere in mir, die weder meine Kinder oder mein Mann Gregor füllen konnten. Ich versuche mir mein Glück mit Konsumgüter zu erschaffen. Freude empfand ich über die Neuanschaffung, aber das Glücksgefühl ließ auf sich warten. Wahrscheinlich hast auch Du schon einmal dieses Gefühl in Dir gehabt? Mit dem täglichen Praktizieren von Yoga habe ich auf viele Dinge neue Sichtweisen erhalten. Wenn Du gerne wissen möchtest, wie auch Du neue Perspektiven auf Dein Leben bekommen kannst, dann lies hier gerne weiter.

Rückblickend glaube ich, musste ich durch diese Krise gehen. Erst so war ich bereit, meine Chance zu ergreifen, um meinem Leben den notwendigen SHIFT für eine Veränderung zu geben.

Widme all Deine Leidenschaft (Bhakti)

Mediation ist u.a. dafür verantwortlich, das es mir möglich ist, mein Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Vor Yoga hatte ich auch schon meditiert, aber hatte häufig damit Probleme meine innere Stimme zum Schwiegen zu bringen. Wenn ich jetzt vor der Meditation Yoga-Asanas praktiziere, ist es für mich leichter und einfacher, nach der Tiefenentspannung in die Meditation zu wechseln. Das vorherige Üben lässt meinen Geist ruhig und klar werden, so das es mir bei der Meditation möglich ist, die Ruhe und stille in mir zu erdulden. 

Meditation lässt Dich im hier und jetzt ankommen, Präsenz in der Gegenwart erfahren. In dem Moment, in dem Du dich gerade befindest. Es ist Dir möglich Dein Ballast aus der Vergangenheit hinter Dir zu lassen und Dich nicht um Deine Zukunft zu sorgen. Alles was zählt sind DU und das JETZT. Mithilfe der Meditation erfährst Du pure Achtsamkeit und Konzentration auf den Moment. 

Mittlerweile meditiere ich täglich für 10 Minuten. Mal fällt es mir sehr leicht und mal ist es schwieriger. Aber so nehme ich mir täglich Zeit für mich und meine Bedürfnisse. 

Vorteile des Meditieren sind:

  • Du ruhst mehr in Dir selbst und es kann Dich nichts mehr so schnell aus der Fassung bringen
  • mehr Achtsamkeit für die Gegenwart
  • negative Gedanken können vertrieben werden, da Du dich auf die Gegenwart konzentrierst
  • es ist einfach sich zu fokussieren und kreativer zu sein, da man sich beim, Meditieren auch nur  auf eine Sache konzentriert und mit dem Flow schwimmt
  • Du wirst gesünder und weniger krank
  • wirst besser schlafen und bist weniger anfällig für Depressionen

Eine Mantrameditation ist gerade für Anfänger sehr geeignet. Ich finde das Jivamukti-Yoga Mantra  „Lass los“ ideal für Meditationsneulinge:

  • setz Dich an einen ruhigen, ungestörten Ort
  • nimm einen bequemen, geraden aufrechten Sitz ein, Sitzbeinhöcker ziehen nach unten, gern mit einem Meditationskissen z.B. Schneidersitz, halber Lotus (ein Fuß über einem Bein) oder ganzer Lotussitz (beide Füße über die Oberschenkel)
  • stell Dir einen Timer von 5-10 Minuten auf Deinem Handy, Handy in den Flugmodus bringen, so kannst Du ganz ungestört sein
  • schließe die Augen 
  • sag Dir innerlich das Mantra „Lass los“. 
  • Atme bei „Lass“ ein 
  • Atme aus bei „los“
  • Wiederhole dies bis zum Ende der Meditation 

Ich stelle mir gerne bei der Meditation vor, das ich in einem Kino sitze und meine Gedanken die Wolken auf der Leinwand sind. Diese kommen und gehen. Ich nehme sie war, halte nicht an ihnen fest und lass sie weiter ziehen. Dabei wird mein Geist immer ruhiger, bis vollkommende Stille in mir auftritt. Manchmal gibt es aber auch Momente, in denen ich schwer los lassen kann und meine Stimme beim Meditieren unentwegt plappert. Hier kann ich es empfehlen, sich auf seinen Atem zu konzentrieren. Folge Deiner Nasenspitze und beobachte Deine Ein- und Ausatmung. Früher oder später wird Dein Geist ruhiger werden. 

Es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen. Versuch es am Anfang mit 5 Minuten und wenn die ersten Male in die Hose gehen, aus welchen Gründen auch immer, bleib am Ball und gib nicht auf. Praktiziere vor der Meditation Yoga. Denn mit Hilfe von den Asanas gelingt es in der Meditation die eigene Stimme im Kopf auf lautlos zu stellen und somit Dein Leben und Deine Handlungen aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Ich möchte Dich ermuntern, mit dem meditieren zu beginnen. Ich bin achtsamer, dankbarer und deutlich bewusster im hier und jetzt. Meditieren hat mich gelassener und fokussierter gemacht, vielleicht hast Du ja auch Lust bekommen es für Dich zu probieren? Ich fände es großartig!